Bankwesen

Das deutsche Bankwesen ist im internationalen Vergleich eines der größten der Welt. Internationale Großbanken sind die Commerzbank sowie die Deutsche Bank. Letztere hat Zweigstellen unter anderem in London, New York und Sydney. Deutschland fällt im internationalen Vergleich aus dem Rahmen, da der Anteil der Privatbanken im Vergleich und Verhältnis zu den öffentlich-rechtlichen sowie den genossenschaftlichen Banken sehr niedrig ausfällt. Dieses Verhältnis ist ursächlich für die Struktur des Bankwesens verantwortlich.

Aufgaben der Banken

Zu den Schwerpunkten der Banken und Kreditinstitute gehört die Abwicklung des Zahlungsverkehrs (Girokonto/Online Konto), die Versorgung der Kunden mit Darlehen und Krediten sowie die Abwicklung des Wertpapiergeschäfts. Des Weiteren sind sie als Vermittler zwischen Wirtschaftsunternehmen, fungieren als Vermittler zwischen Kapitalangebot- und nachfrage. Zuletzt dürfen sie neues Geld schöpfen und in den Wirtschaftskreislauf einführen.

Struktur des deutschen Bankwesens

Das deutsche Bankwesen ist in einer Drei-Säulen-Struktur aufgebaut. Es wird getrennt zwischen den Genossenschaftsbanken, öffentlich-rechtlichen Instituten und den Privatbanken. Deutsche Banken sind im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich profitabel. Die Ursachen liegen einerseits in den niedrigen Zinsspannen sowie dem hohen Marktanteil der Volksbanken und Sparkassen. Geregelt wird das Bankwesen durch das Kreditwesengesetz. Nach Paragraf 1 dieses Gesetzes ist ein Unternehmen dann eine Bank, wenn es Bankgeschäfte als Gewerbe betreibt oder in so einem Umfang betreibt, dass ein kaufmännisch organisierter Betrieb nötig wird.

Verschiedene Bankenformen

Die erste Säule des Bankenwesens bilden die Privatbanken, zu diesen gehören die Filialbanken beispielsweise die Commerzbank, die Deutsche Bank oder die Postbank. Diese Banken betreuen hauptsächlich vermögende Privatkunden sowie die Großindustrie. Daneben zählen die Direktbanken, die Auslandsbanken und private Realkreditinstitute in diese Gruppe. Die zweite Säule wird gebildet von den öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten. Zu diesen gehören die acht Landesbanken, die KfW Bankengruppe, die hauptsächlich Förder- und Existenzgründerkredite vergibt, unter anderem an Studenten, Selbstständige und kleine Unternehmen. Besonders gefördert werden Bildungsvorhaben, Entwicklungsprojekte sowie alternative Energiespartechnologien. Auch die Landesbausparkassen und etwa 450 Sparkassen gehören in diese Gruppe. Als letzte Säule finden sich die Genossenschaftsbanken. Zu diesen gehören die beiden Zentralbanken DZ Bank und WGZ-Bank, alle Volks- und Raiffeisenbanken, die Sparda-Banken, Kirchenbanken sowie Spezialinstitute.

Stellung des Bankwesens im internationalen Vergleich

Innerhalb der letzten 30 Jahre gab es nicht nur innerhalb des deutschen Bankwesens starke Veränderungen. Begonnen hat die Entwicklung mit den stärker werdenden asiatischen Ländern Japan und China, Anfang der 1970er. Anfang des neuen Jahrtausends schlossen sich viele Banken zu Großbanken zusammen. Deutsche Banken fielen immer weiter ab. Unter den besten 25 Banken weltweit befinden sich – je nach Bewertungskriterium – nur eine bis vier Banken. Innerhalb der besten 1000 Bankinstitute wiederum befinden sich 100 deutsche Banken.

Weiterführende Informationen:

Online Banken

Bundesverband Deutscher Banken