Bremen

Die „Freie Hansestadt Bremen“ ist das kleinste Bundesland und Bestandteil der Metropolregion Bremen/Oldenburg. Bremen ist ein sogenanntes -Zwei-Städte-Land und besteht aus den Städten Bremen und Bremerhaven, vormals Wesermünde. Das Landeswappen Bremens zeigt einen schräg nach rechts geneigten Schlüssel, der ein Attribut des Apostels Petrus ist. Petrus ist der Schutzpatron des Bremer Doms. Auf dem großen Landeswappen sind zudem zwei aufgerichtete Löwen zu sehen, die das kleine Wappen halten. Bremen bedeutet soviel wie „am Rande liegend“, der Name stammt aus dem altsächsischen und meint den Rand der Düne.

Geschichte

Die Geschichte Bremens beginnt mit ersten Siedlungen zwischen dem 1. und 8. Jahrhundert. Erstmals erwähnt wurden die Siedler, die sich an der Weser niederließen, im Jahr 150 n.Chr. Bis ins achte Jahrhundert reicht die Historie Bremens als Kaufmannssiedlung und Bischofsstadt zurück. Im Jahr 1186 wird Bremen Reichsstadt, fast ein Jahrhundert später, 1260 tritt Bremen der Hanse bei. 1811 wird Bremen von Napoleon besetzt und in den
französischen Staat integriert, schon drei Jahre später verlassen die Franzosen Bremen jedoch wieder. Im 19. Jahrhundert gewinnt Bremen an erheblicher Bedeutung für den Überseehandel und dessen Entwicklung. 1817 etwa wird in Bremen das erste Dampfschiff Deutschlands gebaut. Im Zuge der Industrialisierung springt die Bevölkerungszahl zum Ende des 19. Jahrhunderts sprunghaft an, Bremen wird zur Großstadt. Weitere Stationen sind folgende: 1867 wird Bremen Gliedstaat des Norddeutschen Bundes, vier Jahre später Bundesstaat im Deutschen Kaiserreich. Während des Zweiten Weltkriegs wird Bremen stark beschädigt, über die Hälfte der Bauten werden zerstört, 4000 Menschen sterben. 1949 schließlich wird Bremen zum Bundesland Deutschlands.

Tourismus

Die Stadt Bremen ist eine wichtige Station auf dem Weser-Radweg. Aber auch für Menschen, die sich weniger für sportliche Aktivität und mehr für Architekturgeschichte interessieren, hat Bremen Einiges zu bieten. So finden sich hier viele Bauten der Weserrenaissance, zum Beispiel das Bremer Rathaus und das Schütting. Überall in der Stadt sind Überreste der maritimen Geschichte zu finden, im Schnoorviertel etwa kann man Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert ansehen. Der Name Schnoor bedeutet soviel wie Schnur oder Tau und erinnert an das Schiffshandwerk, das in Bremen zuhause ist. In den zahlreichen Parkanlagen der Stadt lässt es sich wunderbar schlendern und entspannen, wenn alle Sehenswürdigkeiten besichtigt wurden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bremen hat zwei Wahrzeichen, die in ganz Deutschland bekannt sind. Der Roland gehört zusammen mit dem Bremer Rathaus zum UNESCO-Weltkulturerbe. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Originalkopf des Rolands durch eine Kopie ersetzt, weil man befürchtete, dass er durch Bombenangriffe zerstört werden könnte. Auch die Bremer Stadtmusikanten sind Bremer Symbole. Sie stammen aus einer Geschichte der Gebrüder Grimm und sind in zahlreichen Skulpturen, Plastiken und Plaketten überall in der Stadt verewigt. An der Skulptur auf dem Marktplatz endet zudem die Deutsche Märchenstraße. Kaum jemand weiß aber, dass es auch echte Bremer Musikanten gibt. Die wirklichen Musikanten sorgen seit dem 14. Jahrhundert bei feierlichen Anlässen für die passende musikalische Untermalung. Als ehemaliges Bistum hat Bremen außerdem zahlreiche Kirchen aufzuweisen.

Brauchtum und Traditionen

Die Bremensien bezeichnen die Gesamtheit der Bremer Bräuche und Traditionen, und von denen gibt es eine Menge. So etwa den Bremer Freimarkt, eines der ältesten Volksfeste Deutschlands. Seit 1035 findet das Fest in Bremen statt. Auch die Schaffermahlzeit, die
Bremer Eiswette und das Domtreppenfegen gehören zu alten Riten, die noch heute in Bremen gepflegt werden.