Sachsen

Das Bundesland Sachsen liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland. Landeshauptstadt ist Dresden. Das Wappen zeigt einen schräg gestellten grünen Rautenkranz auf einem schwarz-gelb gestreiften Untergrund. Die Landesflagge ist grün-weiß.

Geschichte

Das heutige Bundesland entstand losgelöst vom Stammesherzogtum Sachsen, dem Lebensort der Sachsen. Für eine bessere Verständlichkeit wird das Herzogtum auch als Obersachsen bezeichnet. Das Gebiet des heutigen Bundeslandes wurde schon 5000 v. Chr. von bandkeramischen Kulturen besiedelt, später bevölkerten germanische Stämme das sächsische Gebiet. Bis weit in das sechste Jahrhundert hinein stand die Region unter dem Einfluss der Thüringer. 929 wird der Vorläufer des heutigen Sachsens – die Markgrafenschaft Meißen – gegründet. Die Markgrafschaft ist vor allem für ihren Burgenbau bekannt. Nach dem Ersten Weltkrieg wird Sachsen zur Republik innerhalb der Weimarer Republik. In vielen Jahren besaß Sachsen keine staatliche Autorität und war damit praktisch nicht existent, das war zwischen 1934 und 1945 sowie zwischen 1952 und 1990. Im Jahr 1990 wird Sachsen zum Bundesland von Deutschland.

Tourismus

Sachsen – das ist das Erzgebirge mit seiner höchsten Erhebung, dem Fichtelberg. Hier kann Volkskunst aus nächster Nähe angesehen und als kleines Mitbringsel nach Hause gebracht werden. Ob die typischen weihnachtlichen Pyramiden oder die Spitzendeckchen, im Erzgebirge lebt die deutsche Tradition hoch. Aber auch wandern und im Winter Schneesport zu betreiben, sind im Erzgebirge möglich, genauso wie im Elbsandsteingebirge, dem Vogtland sowie der Sächsischen Schweiz, die sich ebenfalls in Sachsen befinden. Auf der Silberstraße lassen sich die Stationen der Bergbautradition nachverfolgen. Der Weinbauwanderweg erkundet auf 92 Kilometern das nördlichste Weinanbaugebiet und lässt nebenbei die landschaftliche Schönheit Sachsens erkennen. In den beiden größten Städten Leipzig werden Geschichtsfreunde fündig, hier befinden sich die historischen Sehenswürdigkeiten einer wechselhaften Geschichte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Sachsen sind der Dresdner Zwinger und die Semperoper, beide Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Landeshauptstadt wird aufgrund der zahlreichen architektonischen Sehenswürdigkeiten als auch der bedeutenden Kunstsammlungen auch als Elbflorenz bezeichnet. Im Dresdner Zwinger, der im Stil des Barock gebaut wurde, finden sich zahlreiche Kunstsammlungen, die zur staatlichen Kunstsammlung Dresden gehören. Das imposante Bauwerk wurde auch auf zahlreichen Briefmarken verewigt und lockt jährlich viele Millionen Besucher nach Dresden. In dem riesigen Gebäudekomplex des Zwingers liegen außerdem die Semperoper, die Schinkelwache und Der Herzogin Garten. Sehenswert ist auch die wiedererbaute Dresdner Frauenkirche auf dem Dresdner Neumarkt. Die Kirche war während des Zweiten Weltkrieges zerstört worden und in der Deutschen Demokratischen Republik als Mahnmal des Krieges als Ruine erhalten worden. Nach der Wiedervereinigung begann der Aufbau, der hauptsächlich durch Spenden finanziert wurde. Aus einem Mahnmal wurde so ein Symbol der Versöhnung. Weltbekannt ist auch das „Grüne Gewölbe“, das sich zusammen mit dem „Neuen Grünen Gewölbe“ im Dresdner Residenzschloss befindet und die umfangreichste Sammlung von Kleinodien Europas darstellt.

Brauchtum und Tradition

Sachsen ist die Geburtsstätte des Trabanten, liebevoll als Trabbi bezeichnet. Das kompakte Auto wurde ab 1957 in den Sachsenring Automobilwerken Zwickau hergestellt. Heute sind die kleinen Autos längst Kult. Mit Sachsen verbindet man aber auch den Bautzener Senf, die Sorben mit ihrem selbstgemachten Osterschmuck und das Meissner Porzellan mit dem Symbol der gekreuzten Schwerter. Das traditionelle Geschirr wird seit 1710 in Meißen hergestellt, heute fungiert Sachsen selbst als Gesellschafter. Nicht zuletzt sind die Bewohner wegen ihres Dialekts sympathische Gastgeber, obwohl Sächsisch kürzlich zum unbeliebtesten deutschen Dialekt gekürt wurde.