Tourismus

Tourismus ist gleichbedeutend mit Reisen, dem Speisen in fremden Ländern sowie der Reisebranche allgemein. Noch vor dem Jahr 1980 wurde anstatt des Wortes „Tourismus“ das des Fremdenverkehrs benutzt. Kaum ein Mensch, der nicht gern reist. Wenn das Geld mal nicht ausreicht, hat es selbst Balkonien mittlerweile zu einiger Bekanntheit als „Reiseland“ gebracht.

Deutschland – beliebtes Reiseziel

Im Jahre 2010 konnte der Tourismus in Deutschland einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Aber nicht nur die Bundesbürger selbst, auch immer mehr ausländische Gäste entdecken die Schönheit des Landes zwischen Nord- und Ostsee und den Alpen. Erholungssuchende buchen ein Wellnessangebot in Warnemünde oder Heiligendamm, Sportler nutzen das breite Netz ausgeschilderter Rad- und Wanderwege, auch Golfplätze sowie die verschiedensten Wassersportangebote sind in Deutschland zuhauf zu finden. Für ausländische Gäste sind vor allem die architektonischen Stätten, historisch bedeutende Orte sowie die ungetrübte Landschaft wichtige Faktoren.

Tourismus in der DDR

In der Deutschen Demokratischen Republik wurde das Reisen sogar staatlich gefördert, für einen Erholungsurlaub im eigenen Land gab es Geld vom Staat – als Anreiz, das sozialistische Prinzip anzuerkennen. Fast alle Reisen in der DDR wurden über die Betriebe und staatliche Institutionen abgewickelt. Zweitgrößter Anbieter von Reisen waren staatliche Campingplätze. Zu den beliebtesten Reisezielen der Ostdeutschen gehörten die beiden Ostseeinseln Rügen und Usedom sowie die Sächsische Schweiz und der Thüringer Wald. Auslandsreisen waren hauptsächlich nur in das befreundete, sozialistische Ausland (Polen und in die ČSSR) bei Erteilung einer Reisegenehmigung auch nach Ungarn, Rumänien, Bulgarien, in die UdSSR oder Kuba erlaubt.

Tourismus in Westdeutschland

Aufgrund der technischen und sozialen Entwicklung nahm der Tourismus Anfang der 50er Jahre in Westdeutschland deutlich zu. Die Bürger nutzten ihre damit gewonnene Freizeit, um aus ihrem Alltag auszubrechen und sich zu erholen. Die Westdeutschen blieben am liebsten im eigenen Land, Auslandsreisen spielten kaum eine Rolle. Zehn Jahre später reist jeder dritte Bundesdeutsche ins Ausland.

Trend: Urlaub im eigenen Land

In Sachen Reisen gibt es immer wieder neue Trends, neben dem Ökotourismus wird auch der Gesundheitstourismus immer wichtiger. So werden Reisen ins Ausland mit einer ästhetischen Operation oder einer kostengünstigeren Zahnbehandlung verknüpft. Ein Trend aber bleibt ungebrochen: die eigenen Lande zu erkunden. Zu entdecken gibt es in Deutschland Einiges, 14 Nationalparks, 100 Naturparks, international bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Neuschwanstein oder das historisch bedeutsame Brandenburger Tor und etliche UNESCO-Weltkulturerbestätten. Daneben laden deutsche Metropolen wie Berlin, Hamburg und München ein und müssen sich weiterhin auf steigende Besucherzahlen einstellen. Zu den attraktivsten Reisezielen innerhalb Deutschlands gehören die Nord- und Ostseeküste. Günstige Hotelpreise, bewährt gute deutsche Qualität, deutsches Essen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis lassen immer mehr Deutsche den Urlaub im eigenen Land verbringen.

Weiterführende Informationen:

Deutscher Tourismusverband