Dritter Markomannenkrieg

Im Jahre 166-180 sah sich das Römische Reich abermals einer Invasion der Barbaren ausgesetzt. Zahlreiche Stämme, wie etwa Markomannen, Quaden, Jazygen und Vandalen verwickelten die römischen Truppen in verlustreiche Kämpfe und verwüsteten und plünderten viele römische Provinzen. Den Ereignissen gingen Wanderbewegungen ganzer Volksstämme voraus, die aus den unwirtlichen nördlichen Regionen in die fruchtbaren römischen Provinzen drängten. Die Römer wollten eine Ansiedlung fremder Völker auf ihrem Gebiet nicht tolerieren und versuchten zunächst in Verhandlungen, später dann mit Gewalt die germanischen Stämme fernzuhalten.

Erster Markomannenkrieg

Nachdem die Römer ihren Standpunkt bekräftigt hatten, keine fremden Völker in ihrem Territorium siedeln zu lassen, gingen die ersten Stämme zum Angriff über und unternahmen Plünderungszüge. Langobarden und Obier fielen in Pannonien ein, Vandalen und Sarmaten plünderten Westdakien. Roms Kaiser Mark Aurel plante daraufhin die Verteidigung der Grenzen mit großen Festungen und stellte neue Legionen für eine Offensive auf. Doch der Angriff im Jahre 170 geriet zum Desaster, die Römer erlitten große Verluste und germanische Stämme fielen in Oberitalien ein. Nur unter großen Anstrengungen gelang es, die Angriffe abzuwehren und die Barbaren aus dem römischen Gebiet zu vertreiben. In den folgenden Jahren führten die Römer etliche Offensiven gegen verschiedene Stämme aus, woraufhin die meisten zum Waffenstillstand gezwungen werden konnten. 175 endete der Krieg und die Germanen lieferten 100.000 Gefangene aus, die sie zuvor auf römischem Gebiet gemacht hatten.

Zweiter Markomannenkrieg

Im Jahr 177 flammten erneut Kämpfe im Donaugebiet auf, sodass sich der Kaiser gezwungen sah, im folgenden Jahr ein Heer zusammenzustellen und erneut gegen die Germanen zu Felde zu ziehen. Es kam zu einigen größeren Schlachten, die Rom für sich entscheiden konnte. Zur Sicherung der Grenze wurden große Militärlager und Festungen im Gebiet der Quaden und Markomannen angelegt. Bevor die Kämpfe zu einem entscheidenden Abschluss gebracht werden konnten, starb im Jahr 180 der römische Kaiser Mark Aurel. Sein Sohn Commodus schloss darauf gegen den Rat seiner Militärberater einen Friedensvertrag mit den Germanen, zog nach Rom zurück und ließ sich dort mit einem Triumphzug feiern.

Dritter Markomannenkrieg

Über den dritten Markomannenkrieg ist nur wenig bekannt. Durch eine Inschrift weiß man von einem Feldzug gegen den Stamm der Buren, der im dakischen Raum siedelte. Als der Krieg im Jahr 182 endete, gab sich Kaiser Commodus zu Ehren seines Sieges den Beinamen „Germanicus Maximus“. Wähnte sich der römische Kaiser noch als Bezwinger der Barbaren, sollten spätere Ereignisse zeigen, dass die Germanen alles andere als geschlagen waren. Die Zeit der Völkerwanderung sollte einen Ansturm auf die Reichsgrenzen sehen, wie es ihn zuvor noch nicht gegeben hatte.