Ostgermanen

<p style=“text-align: justify;“>Der Stamm der Bastarnen taucht in der Geschichtsschreibung erstmals im 3. Jahrhundert v. Chr. auf, als Polybios von Kämpfen mit den Römern berichtet. Ihr angestammtes Siedlungsgebiet befand sich im Osten Rumäniens, von wo aus sie sich gern in die Kämpfe benachbarter Völker einmischten, etwa auf griechischer Seite oder mit anderen Germanenstämmen im Kampf gegen die Römer. Später waren sie im Gefolge der Goten in den Markomannenkriegen dabei. Sie wurden dann mit ihnen zusammen auf römischem Gebiet angesiedelt und dort von der ansässigen Bevölkerung allmählich assimiliert.</p>

Burgunden

<p style=“text-align: justify;“>Die Burgunden haben ihren Ursprung wahrscheinlich im Gebiet des heutigen Brandenburg. Sie traten zur Zeit der Völkerwanderung erstmals in Erscheinung, als sie im Jahr 278 zusammen mit den Vandalen von den Römern in einer Schlacht abgewehrt wurden. Im Jahr 406 nutzten sie die Schwäche des Westreiches und überschritten den Rhein, um dann als römische Verbündete am Rhein ein eigenes Reich zu errichten. 436 wird dieses Reich von den Römern und ihren hunnischen Hilfstruppen wieder zerstört, was später im Nibelungenlied sagenhaft verarbeitet wurde. Die Reste des Stammes wurden daraufhin im Rhônetal angesiedelt, wo sie ein neues Reich gründeten, das 532 im Frankenreich aufgeht.</p>

Gepiden

<p style=“text-align: justify;“>Die Gepiden siedelten im heutigen Rumänien und wurden bekannt durch die Schlacht am Nedao, als sie die Söhne Attilas aus dem heutigen Ungarn vertrieben. Fortan waren sie hauptsächlich damit beschäftigt, sich gegen benachbarte Barbarenstämme zu behaupten. Sie gerieten schließlich in den Einflussbereich der Hunnen und kämpften und verloren an ihrer Seite in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern. Nach dem Tod Attilas beteiligten die Gepiden sich maßgeblich an der Zerstörung der Hunnenherrschaft und übernahmen das heutige Siebenbürgen. Nach der Zerstörung des Weströmischen Reichs gerieten die Gepiden in verheerende Konflikte mit den Goten, später den Langobarden und dem Oströmischen Reich. Um das Jahr 600 verliert sich die Spur der Gepiden, ihr Reich aufgeteilt zwischen Ostgoten, Langobarden und Ostrom.</p>

Goten

<p style=“text-align: justify;“>Die Kultur der Goten entstand vermutlich östlich der Weichsel, von wo aus sie Mitte des zweiten Jahrhunderts flussaufwärts zum Schwarzen Meer zogen. 238 begannen sie, römische Gebiete zu plündern und Tributzahlungen einzutreiben. Zusammen mit anderen Stämmen machten sie den Donauraum sowie Kleinasien unsicher und lieferten sich viele Schlachten mit den Römern, bis sie schließlich von Kaiser Claudius II im Jahr 269 in der Schlacht bei Naissus geschlagen wurden, der sich daraufhin den Ehrentitel „Gothicus“ gab. Gegen Ende des 3. Jahrhunderts spaltete sich die Stammesgruppe auf und ein Teil siedelte auf der Flucht vor den Hunnen auf römischem Gebiet, um fortan die Gruppe der Westgoten zu bilden. Diese kämpften in der Folgezeit abwechselnd für und gegen die Römer und besetzten im Jahr 410 sogar Rom, bis sie endlich in Aquitanien angesiedelt wurden, wo sie ihr Westgotisches Reich errichteten. Nach dem Untergang des Weströmischen Reichs verloren die Goten alle gallischen Gebiete an das aufstrebende Frankenreich, woraufhin sie sich auf der spanischen Halbinsel festsetzten. Im Zuge der arabischen Invasion Spaniens ging ihr Reich schließlich unter. Die Ostgoten siedelten nach der Niederlage der Hunnen in Pannonien. 488 zogen sie im Auftrag des oströmischen Kaisers nach Italien, um es für das Imperium zurückzuerobern. Als ihnen das gelang, blieben sie selbst als Herrscher in Italien, bis sie sich ab 535 in einen tödlichen Krieg mit Ostrom verstrickten, der das Land völlig verwüstete und die Ostgoten schließlich vernichtete.</p>