Burschenschaft Germania Tübingen

Die Burschenschaft Germania Tübingen ist eine pflichtschlagende, farbentragende Verbindung an der Universität Tübingen, auch Studierende der Fachhochschule Reutlingen können sich um eine Mitgliedschaft bewerben. Es werden Studenten aller Fachrichtungen und aller Nationalitäten aufgenommen, die Mitglieder selbst nennen sich Bixiers. Die Germania Tübingen ist Mitglied im Süddeutschen Kartell. In diesem sind sechs Burschenschaften mit denselben Idealen organisiert, der gemeinsame Wahlspruch lautet „Ein Bund an sechs Hochschulen“.

Prinzipien und Wertvorstellungen

In der Burschenschaft Germania Tübingen geht es hauptsächlich um die Traditionspflege. Wichtige Werte umfassen Ehrenhaftigkeit und Sittlichkeit. Die Burschenschaft ist überparteilich und überkonfessionell, ein tolerantes, politisch und gesellschaftlich engagiertes Mitglied wird jedoch erwartet. Daneben steht die Achtung der eigenen Werte sowie der anderer Menschen im Vordergrund. Besonders während des Erlernens des akademischen Fechtens und der abschließenden Mensur sollen Disziplin und Charakterstärke erlernt werden.

Die Burschenschaft Germania Tübingen bietet neben hervorragenden Kontakten zu anderen Universitäten auch die Vermittlung internationaler Praktika. Zusätzlich zu den üblichen Traditionen in Burschenschaften wie dem Kneipen werden Rhetorik- und Zeitmanagement-Seminare angeboten. Ausdrücklich erwähnt werden auch die guten Kontakte zur Wirtschaft und Politik.

Geschichte

Gründungsdatum der Burschenschaft Germania Tübingen ist der 12. Dezember 1816. Damit ist die Burschenschaft die älteste Tübingens, zudem eines der ältesten Burschenschaften Deutschlands. 1896 wird das erste Verbindungshaus errichtet, das „Bierkirchle“ diente jedoch ausschließlich repräsentativen Zwecken und wurde nicht bewohnt. 1910 wurde zusätzlich das Uhlandhaus gekauft, das direkt danebenstand. Als erste Germania Tübingens besaß die Burschenschaft nun zwei Verbindungshäuser. 1931 musste das „Bierkirchle“ durch ein größeres Germanenhaus ersetzt werden, das Uhlandhaus wurde 1944 schwer beschädigt. Das Germanenhaus wurde ausgebaut, musste jedoch unter französischer Herrschaft geräumt werden. Erst im Sommer 2005 waren alle Renovierungs- und Umbauarbeiten am Verbindungshaus der Burschenschaft Germania zu Tübingen abgeschlossen.