K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin

Die K.D.St.V. – katholische deutsche Studentenverbindung – Borusso-Saxonia Berlin ist eine nichtschlagende Verbindung mit derzeit 200 Mitgliedern. Sie gehört dem Cartellverband (CV) an und ist auf europäischer Ebene im Europäischen Kartellverband (EKV) organisiert. Wahlspruch der Verbindung ist „sincere et constanter“ (aufrecht und beständig), sie hat die Farben „Rot-Weiß-Schwarz“ angenommen, außerdem wird bei feierlichen Anlässen eine rote Mütze im Biedermaier-Stil getragen. Auf dem Wappen der K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin sieht man verschiedene Symbole, unter anderem den preußischen Adler und das Sachsenross, beide im oberen Teil zu sehen. Im unteren Teil des Wappens der K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin sieht man drei weiße Schilde, welche die bildenden Künste Malerei, Bildhauerei und Baukunst repräsentieren. Der weiße Turm auf schwarzem Untergrund, in der rechten unteren Ecke, symbolisiert die drei ursprünglichen Prinzipien der Studentenverbindung: Religio, Scientitia und Amicitia.

Prinzipien und Wertvorstellungen

Zu den beiden ursprünglichen Wertvorstellungen ist mit Patria ein weiteres hinzugekommen. Religio steht für den Glauben sowie das Engagement in Kirche und Gesellschaft, das von den Mitgliedern der K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin erwartet wird. Unter Scientitia findet sich die Lust am Lernen und die ständige Weiterbildung, es wird erwartet, dass das Studium schnell und mit guten Noten abgeschlossen wird. Außerdem wird der fächerübergreifende Austausch gefördert. Auch bei der K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin gilt das Lebensbundprinzip, verdeutlicht durch Amicitia. Patria schließlich ist der Ausdruck der Freude an der Heimat sowie der aktiven Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde.

Geschichte

Die K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin wird am 24. Februar 1899 von sieben Studenten der
heutigen Technischen Universität Berlin gegründet. Sie begann zunächst als Tochterverbindung der K.A.V. Suevia Berlin. Im Ersten Weltkrieg, in dem 37 der 50 Mitglieder teilnahmen, lag das Verbindungsleben brach. In den 20er Jahren florierte die Borusso-Saxonia jedoch. 1924 wurde das 25.Stiftungsfest gefeiert, ein Jahr später das erste Verbindungshaus der K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin eingeweiht. Während der Zeit des Nationalsozialismus’ musste die K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin viele ihrer konstituierenden Merkmale aufgeben. 1934 kam es zur Fusion mit der Schwesternverbindung AV Hansea, die jedoch nur zwei Jahre lang Bestand hatte. 1935 wurde der Cartellverband aufgelöst, folglich hörte auch die Studentenverbindung auf zu existieren. Zwischenzeitlich nahm man die Arbeit wieder auf, 1939 wurde die K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin aber erneut aufgelöst, von der Geheimen Staatspolizei. 1949 wurde die Verbindung wiedergegründet, seit 1969 steht das Verbindungshaus im Stadtteil Lichterfelde. Nach der Krise in den 1968ern, es gab kaum neue Mitglieder, floriert das studentische Leben in der K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin seit den 70er Jahren wieder.

Bekannte Mitglieder

Ehemalige Mitglieder der K.D.St.V. Borusso-Saxonia Berlin sind unter anderem Andreas Korbmacher, Richter am Bundesverwaltungsgericht, der Meteorologe Wolfgang Thüne, Wolfgang Wilhelm Koschel, Raumfahrtingenieur sowie Wilhelm Fahlbusch. Letzterer entwarf mehrere expressionistische Kirchen in Berlin-Brandenburg.