Marburger Burschenschaft Germania

Die Marburger Burschenschaft Germania ist eine Studentenverbindung an der Philipps-Universität Marburg. Seit dem Jahr 1899 ist sie Mitglied im Dachverband „Deutsche Burschenschaft“, mit dem Wahlspruch „Ehre, Freiheit, Vaterland“ bekennt sie sich zu den Prinzipien der Urburschenschaft. Die Marburger Germania ist pflichtschlagend und farbentragend. Bei festlichen Anlässen werden die Farben „schwarz-weiß-rot“ und außerdem eine schwarze Samtmütze getragen. Derzeit umfasst die Aktivitas 200 Bundesbrüder.

Prinzipien und Wertvorstellungen

Wie bei allen Studentenverbindungen gilt auch in der Marburger Germania das Lebensbundprinzip, das heißt, die Mitgliedschaft und Freundschaft besteht über die Studienzeit hinaus. Die Burschenschaft nimmt grundsätzlich jeden Studenten auf, ungeachtet seiner politischen, religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit. Dennoch legt die Marburger Germania Wert auf selbstständig denkende, tolerante und kritische Persönlichkeiten. Wer Mitglied werden möchte, muss eine Fuchsenzeit über vier Semester überstehen. In dieser Zeit lernen sich beide Seiten ausführlich kennen. In der Burschenschaft sind gesellschaftliches Engagement genauso wichtig wie Umgangsformen und der Ehrgeiz, das Studium schnell und erfolgreich abzuschließen. Auch das studentische Fechten wird als essenziell angesehen. In genehmigten Partien unter den Farben der Verbindung müssen die Mitglieder zum einen ihre Disziplin unter Beweis stellen, sowie ihre Ehrhaftigkeit der Verbindung gegenüber.

Gründungsjahr der Marburger Burschenschaft Germania ist 1868. Stifter waren acht Abiturienten des Gymnasiums Bad Hersfeld, die in Marburg studiert haben. Sie schlossen sich zunächst zum „Hersfelder Convent“ zusammen, nach mehreren Namensänderungen entsteht im Wintersemester 1876/77 endgültig die Studentenverbindung Germania. Im Jahr 1886 wird das Verbindungshaus in der Lutherstraße errichtet, dort steht es noch heute,